Hausgemacht: Honig-Whisky-Senf

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Als Mitbringesel verschenken wir gern Selbstgemachtes. Mein Mann hat sich auf Pralinen spezialisiert. Geduldig über Tage entstehen die leckersten Kreationen.

Ich experimentiere gern und  verarbeite die Ernte unseres Gartens. Vor 3 Jahren  hat sich der Estragon erfolgreich vermehrt. Ich kann keinen Überschuss wegschmeissen, muss einfach verarbeitet werden. Bei meinen Recherchen kam ich auf die Herstellung von Estragon-Senf und habe das sofort ausprobiert.  Da bei unseren Nachbarn ein Grillabend  geplant war, hatte ich ja schon meine Tester zusammen. Der Senf ist so gut angekommen,dass ich den nächsten Tagen den Überschuss an Estragon super verarbeiten konnte. Dann ruhte erstmal die Senfherstellung. Letzte Weihnachten habe ich lange über kleine Mitbringsel nachgedacht. Normalerweise backe ich Kekse . Leider hatte ich nicht die notwendige Kraft für Keksvariationen. Meine Geschmackssinne haben sich durch die Chemo auch verändert und ich hatte Appetit auf Schärfe. Senf musste her!

Die gekauften Senfsorten waren mir zu gestreckt und teilweise künstlich. Beim  Einkauf in einem Supermarkt  wurde ich auf eine Beilage zum Thema Senfherstellung aufmerksam. 

 

HONIG – WHISKY -Senf

Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Es wurden gelbe und braune Senfkörnern verarbeitet und diese nicht zu fein gemahlen. Beim Whisky musste ich mich erstmal bei einem Liebhaber dieses Getränkes sachkundig machen. Ich habe keine Ahnung davon und es gibt ja so feine Unterschiede.

Letzt endlich habe ich mich ohne Verkostung, da ich kein Alkohol trinke, für einen rauchigen Whisky entschieden. Für die Senfherstellung  nutzte ich die elektrische Mühle und meinen Küchenschatz- KitchenAid-, so dass die Kraft ausreichend war und für die angegriffene Hände erträglich und trotzdem für mich das Gefühl, was leckeres produziert zu haben. Der Freundeskreis der Kinder "opferte" sich für die Verkostung.

Das Feedback war wunderbar.  Ob bei Fleisch, Käse oder zur Verfeinerung von Saucen die Begeisterung ist gross. Ementional tat es mir sehr gut, zu wissen, dass ich trotz der Chemo noch mit kleinen selbsthergestellten Mitbringsel Freude bereiten kann. Ich habe ca. 60 Gläser Honig-Whisky-Senf produziert und es sind immer Wünsche offen.

Den Honig-Whisky -Senf werde ich aber nur zu Weihnachten machen. Momentan teste ich Zitronensenf – eigene Rezeptur- als Sommersenf aus. Da mir leider die geschenkten braunen Senfkörner ausgegangen sind, musste ich erst einmal recherchieren, wo ich gute braune Senfkörner beziehen kann. Je nach Kraft geht dann das Testen weiter und pünktlich zur Grillsaison wird es neue Senfsorten geben. Die Rezepte werde ich demnächst auf meiner Seite sehr gern weitergeben.

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Senfkörner mahlen – ich mahle nicht zu fein gemahlene Senfkörner - mit Apfelsaft vermengen und 30min quellen lassen ( wer den Senf nicht zu scharf möchte kocht den Apfelsaft auf)  anschliessend mit der Küchenmaschine alle Zutaten gut vermengen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen und abschmecken.  Achtung ! Scharf :-)

In Schraubgläser füllen und im Kühlschrank ca. 2-3 Wochen reifen lassen.

Für Senfliebhaber ein tolles Mitbringsel aus der Küche !

Zubereitung:

ca. 4 Gläser á 220ml

50 ml Apfelsaft 

125 g gelbe Senfkörner

125 g braune Senfkörner

300 ml Apfelessig

160 ml rauchigen Whisky

175 ml Honig 

20 g Salz 

2 TL Kurkuma

2TL Paprikapulver

4 TL Rosmarin gemahlen

 

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